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Flugplanung für UAS und Flugmodelle

Der Betrieb unbemannter Fluggeräte will gut vorbereitet sein, denn Flugmodelle und UAS sind Luftfahrzeuge nach den luftrechtlichen Vorschriften. Mit dem Betrieb ihres Fluggerätes nutzen Sie den Luftraum und sind somit Teilnehmer*in am Luftverkehr, genauso wie Pilot*innen der bemannten Luftfahrt.

Sicher ist die Flugplanung nicht mit von Pilot*innen der bemannten Luftfahrt zu vergleichen, aber Sie benötigen als Steuernde des Fluggerätes zumindest einige Grundkenntnisse. Beispielhaft seien an dieser Stelle die örtlichen Gegebenheiten und Einschränkungen vor Ort, die herrschenden Wetterbedingungen, die vorhandene Luftraumstruktur sowie Flugplatzanlagen im Umfeld erwähnt.

Für die Vorbereitung ihres Betriebs stellen wir nachfolgend einige Informationen bereit.
 

Alle Dokumente dabei?

Vor einem geplanten Flug ist zunächst zu prüfen, ob alle mitzuführenden Unterlagen, Erlaubnisse, Dokumente, etc. vorhanden sind und noch Gültigkeit haben.

Benötigte Unterlagen
  • Gültige Luftfahrt-Haftpflichtversicherung unabhängig vom Startgewicht
  • Eine Kennzeichnung an sichtbarer Stelle mit dem Namen und der Anschrift des/der Eigentümers*in in dauerhafter und feuerfester Beschriftung bei einer Startmasse von mehr als 0,25 Kilogramm
  • Ein Kenntnisnachweis (auch Drohnenführerschein genannt) unabhängig vom Startgewicht bei Nutzung der Allgemeinverfügung, ansonsten ab einem Startgewicht von mehr als 2 Kilogramm
  • Ggf. Allgemeinverfügung
  • Ggf. Betriebserlaubnis oder Zulassung der Luftfahrtbehörde
  • Im Idealfall ggf. die schriftliche Zustimmungserklärung des Grundstückeigentümers
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Flugbuch

 

Wo fliege ich?

Vor einem geplanten Flug ist zu prüfen, ob Schutzgebiete wie z.B. die Kontrollzone Bremen, Flugplätze, Naturschutzgebiete, etc. betroffen sind und hierfür weitere Erlaubnisse oder Zustimmungen erforderlich werden.
 


Darstellung: Kontrollzone Bremen

Innerhalb der Kontrollzone Bremen benötigen Sie unter Umständen unterhalb von 50 Meter über Grund und auf jeden Fall oberhalb von 50 Meter über Grund eine Flugverkehrskontrollfreigabe der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS). Diese Flugverkehrskontrollfreigabe müssen Sie 10 Werktage vor dem geplanten Flug schriftlich beantragen. Nutzen Sie hierfür bitte den Online Antrag der DFS Informationen zu Voraussetzungen und möglichen Nebenbestimmungen finden Sie in der Allgemeinverfügung der DFS (pdf, 89.9 KB).

Bei Skyfool erhalten Sie die Lufträume Deutschlands als kmz-Datei für Google Earth.

Daten zu den Lufträumen erhalten Sie auch bei der DFS im AIS-Portal in Form von ICAO-Karten. Hierzu müssen Sie sich lediglich kostenlos registrieren und das VFR-eBulletin auswählen. Somit erhalten Sie die Möglichkeit einer Kartendarstellung inklusive des Abrufs wichtiger Luftfahrtinformationen in Form von NOTAMs.

Kartenausschnitte bietet auch die gemeinsame Internetseite des Bundes, der Länder und der DFS zum sicheren Drohnenflug.
 


Darstellung: Sichtan- und Abflugstrecken Flughafen Bremen

Für den Sichtflugverkehr von bemannten Luftfahrzeugen gibt es festgelegte An- und Abflugstrecken zum Flughafen Bremen. Diese Strecken sollen in der Regel von dem Sichtflugverkehr genutzt werden. Sichtflugverkehr ist der Verkehr, der nicht nach Instrumentenregeln fliegt. Dies erfolgt zumeist bei gutem Wetter durch kleinere Luftfahrzeuge.

Drohnenbetreiber haben insbesondere innerhalb dieser Strecken stets Ausschau nach bemanntem Luftverkehr zu halten und die Ausweichregeln zu beachten. Aber auch außerhalb dieser Strecken muss jederzeit mit Flugverkehr, insbesondere durch Polizei- und Rettungshubschrauber, gerechnet werden.
 

Für den Flugverkehr von bemannten Luftfahrzeugen, insbesondere für den nach Instrumentenflugregeln operierenden Airlinern, gibt es festgelegte An- und Abflugstrecken zum Flughafen Bremen. Diese Strecken führen auf die An- und Abflugsektoren der Piste 09/27 des Flughafen Bremen.

Drohnenbetreiber haben insbesondere innerhalb dieser Sektoren stets Ausschau nach bemanntem Luftverkehr zu halten und die Ausweichregeln zu beachten. Aber auch außerhalb dieser Strecken muss jederzeit mit Flugverkehr, insbesondere durch Polizei- und Rettungshubschrauber, gerechnet werden.
 

Überall in Deutschland ist der Luftraum in bestimmte Klassen unterteilt. Für jede Klasse gibt es bestimmte Regeln, die es durch die Luftraumnutzer*innen einzuhalten gilt. Drohnen gelten als Luftfahrzeuge und Luftraumnutzer*innen und unterliegen ebenfalls diesen Regeln.

Bremen liegt größtenteils innerhalb der Luftraumklassen D und E. Teilweise beginnen diese Luftraumklassen ab dem Erdboden, teilweise erst ab einer gewissen Höhe. Für einen Flug innerhalb dieser Lufträume benötigen Sie ggf. eine Freigabe der DFS.

Nachfolgend können Sie sich in der Bildergalerie die Lufträume über Bremen und Bremerhaven anschauen, die Höhenangaben sind in Fuß über dem Meeresspiegel angegeben. Die Darstellung erfolgt im Stile der ICAO-Karte, Maßstab 1:500.000, welche üblicherweise von Pilot*innen genutzt wird. Für die Aktualität der Karten wird keine Gewähr übernommen. Nutzen Sie bitte für Ihre Flugplanung aktuelles Kartenmaterial.

Bei Skyfool erhalten Sie die Lufträume Deutschlands als kmz-Datei für Google Earth.

Daten zu den Lufträumen erhalten Sie auch bei der DFS im AIS-Portal in Form von ICAO-Karten. Hierzu müssen Sie sich lediglich kostenlos registrieren und das VFR-eBulletin auswählen. Somit erhalten Sie die Möglichkeit einer Kartendarstellung inklusive des Abrufs wichtiger Luftfahrtinformationen in Form von NOTAMs.

Kartenausschnitte bietet auch die gemeinsame Internetseite des Bundes, der Länder und der DFS zum sicheren Drohnenflug.
 


Darstellung: 1,5 km Schutzzone um Flugplätze

Die Schutzzone von 1,5 km um Flugplätze können Sie sich hier als kmz-Datei (kmz, 8.1 KB) oder kml-Datei (kml, 2.1 KB) herunterladen (z.B. für Google-Earth).
 


Darstellung: Bundesfernstraßen in der Stadt Bremen
 

Darstellung: Bundesfernstraßen in der Stadt Bremerhaven
 


Darstellung: Schutzgebiete in der Stadt Bremen
 

Darstellung: Schutzgebiete in der Stadt Bremerhaven
 

Sie können mit einen Klick auf "In metaver.de ansehen" die entsprechenden Karten dort umfangreicher anzeigen lassen und beispielsweise die Transparenz der Schutzgebiete verändern.

Über folgenden Link gelangen Sie zur Internetseite der Umweltbehörde Bremen, auf der Sie alle Bremischen Naturschutzgebiete verzeichnet finden.

Eine digitale Karte für Bremen finden Sie online über das Bremer Naturschutzinformationssystem.

Ansprechpartner zu den einzelnen Gebieten finden Sie über die Übersichtskarte Zuständigkeitsbereiche, welche im Kontaktverzeichnis des Senators für Umwelt zum Download bereit steht.

Ergänzend dazu finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) ein Verzeichnis der Schutzgebiete in Deutschland. Der Vorteil bei dieser Karte liegt in der Zoom-Möglichkeit, sodass eine genauere Einsatzplanung möglich ist.
 

Übersichtskarte Bundeswasserstraße

Auf der Internetseite der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) erhalten Sie zahlreiches Kartenmaterial zu den deutschen Bundeswasserstraßen und können so Ihre Flüge optimal planen.

Militärische Sperrgebiete

Für militärische Zwecke sind in Deutschland einige ED-R eingerichtet. Diese Gebiete werden bei Bedarf aktiviert und dürfen ohne Erlaubnis nicht beflogen werden, ansonsten begeht man eine Straftat. Hinweise zur Nutzung militärisch genutzter Sperrgebiete können Sie dem Informationsportal der Bundeswehr entnehmen. Schauen Sie sich hierzu im WebAUP die interaktive Karte an, um weitere Informationen zu erhalten.

Es gibt noch weitere, nicht militärisch genutzte Sperrgebiete, wie z.B. um Atomkraftwerke sowie temporär eingerichtete Sperrgebiete, z.B. um Großveranstaltungen wie dem Münchener Oktoberfest.
Dauerhafte Sperrgebiete können Sie den ICAO-Karten entnehmen. Temporäre Sperrgebiete lassen sich über das VFR-eBulletin im AIS-Portal abrufen.
 

Informieren Sie sich vorab, ob die Parkordnung den Betrieb von unbemannten Fluggeräten grundsätzlich zulässt. So ist beispielsweise der Betrieb im Bürgerpark (Bremen) und Rhododendronpark nicht gestattet.

Beachten Sie auch, dass Sie für Film- und Werbeaufnahmen ggf. die Zustimmung des Umweltbetrieb Bremen benötigen, wenn diese in öffentlichen Grünanlagen erstellt werden.

Umweltbetrieb Bremen

Willy-Brandt-Platz 7
28215 Bremen

Für Fragen zu Parks und Grünanlagen in Bremerhaven kontaktieren Sie bitte das Gartenbauamt des Magistrats Bremerhaven.

Gartenbauamt Bremerhaven

Eckernfeldstraße 5
27580 Bremerhaven

 

Alle Beteiligten informiert?

Vor einem Flug ist es unter Umständen notwendig einige Personen oder Stellen über den Flug zu informieren. Grundsätzlich müssen Sie, um die Freigabe der DFS zu erhalten, mindestens 10 Tage vor dem geplanten Betrieb schriftlich eine Flugverkehrskontrollfreigabe beantragen. Nutzen Sie hierfür bitte das Online-Formular der DFS. Unmittelbar vor dem geplanten Betrieb müssen Sie zudem die Freigabe telefonisch einholen.

 

Vor dem Start

Das Fluggerät sollte nur eingesetzt werden, sofern die Hersteller*innenvorgaben bezüglich Sichtprüfung, Wartung und Inspektion sowie Instandhaltung eingehalten werden. Sind keine Vorgaben von dem/r Hersteller*in vorgegeben, hat der/die Steuernde eigenverantwortlich ordnungsgemäße Sichtprüfungen vorzunehmen und abgenutzte oder defekte
Bauteile (z.B. Propeller, Batterie etc.) rechtzeitig auszutauschen. Hierbei sind nur originale bzw. zugelassene Bauteile zu verwenden.

Wichtig ist auch die Überprüfung des GPS-Signals und die korrekte Programmierung der Return-to-Home-Funktion. Bitte beachten Sie, dass Metalle (z.B. Brücken oder Gleise) Signale der Sensoren des Fluggerätes beeinflussen können. Halten Sie also ausreichend Abstand ein.

Fliegen Sie nur bei Wetterbedingungen, unter denen Sie das Fluggerät sicher betreiben können, die Betriebsgrenzen gemäß der Hersteller*innenvorgabe eingehalten werden und Sie das Gerät stets in Sichtweite behalten. Einige Informationen zum Wetter können kostenfrei bei dem DWD abgerufen werden.

Sichern Sie Ihren Startplatz ausreichend ab, sodass keine Dritten gefährdet werden, z.B. durch Pylonen oder Warndreiecke.

Beachten Sie, dass die bemannte Luftfahrt stets Vorrang hat.