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Ausschreibung 2022

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Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen lobt im Jahr 2022 zum zweiten Mal den Bremer Hochschulpreis für ausgezeichnete Lehre aus.

Der Preis wird für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung von Studierenden an einer bremischen Hochschule verliehen und ist mit insgesamt 40.000,- EUR dotiert.
Das Land Bremen stellt einen 1. Preis mit 25.000,- EUR und einen 2. Preis mit 15.000,- EUR Preisgeld zur Verfügung.

Die Qualität der Lehre ist ein zentrales Merkmal von Spitzenhochschulen. Der Preis soll die herausragende Bedeutung der Hochschullehre für das Land Bremen als Wissenschaftsstandort sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre noch stärker zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern.

Die Ausschreibung für den 1. Preis richtet sich ausschließlich an Arbeitsgruppen bzw. Organisationseinheiten der vier staatlichen bremischen Hochschulen. Die Ausschreibung für den 2. Preis richtet sich ausschließlich an Lehrende der vier staatlichen bremischen Hochschulen als Einzelpersonen gemäß § 5 BremHG. Die Lehrpreisträger*innen können die Preisgelder für dienstliche Zwecke frei verwenden.

Die Arbeitsgruppe bzw. Organisationseinheiten oder Einzelpersonen bewerben sich selbst direkt bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen. Bei der Einreichung der Antragsunterlagen ist anzugeben, ob es sich um eine Einzel- oder eine Arbeitsgruppenbewerbung handelt. Eine Vorauswahl der Anträge durch die jeweilige Hochschulleitung ist nicht vorgesehen.

Die Anträge inkl. aller Unterlagen sind bis zum 06.07.2022 ausschließlich per E-Mail an folgende E-Mailadresse einzureichen:
landeslehrpreis-bremen@swh.bremen.de

Die eingereichten Anträge werden durch die von der Senatorin für Wissenschaft und Häfen eingesetzte Jury geprüft und bewertet. Die Jury besteht aus den jeweiligen Hochschulleitungen und Studierenden der Hochschulen in Bremen und Bremerhaven, externen Gutachter*innen sowie einer Vertretung der Senatorin für Wissenschaft und Häfen. Aktive Jurymitglieder dürfen sich nicht für den Bremer Hochschullehrpreis bewerben. Ehemalige Jurymitglieder dürfen sich nach dem Tag des Ausscheidens aus dem Gremium zwei Jahre lang nicht für den Hochschulpreis bewerben.
Das Antragsformular und weitere Informationen finden Sie hier:

Die Urkundenübergabe fand aufgrund der Corona-Pandemie am 3. November 2020 im kleinsten Rahmen statt.

1. Preis:

Prof. Michael Vogel von der Hochschule Bremerhaven hat mit seiner Arbeitsgruppe den Studiengang "Gründung, Innovation, Führung" (GIF) ins Leben gerufen. Es ist die bislang einzige "Team Academy" im deutschsprachigen Raum. Das Konzept stammt aus Finnland und soll die Studierenden fürs Unternehmertum qualifizieren.
Die Bewertung der Jury: "Dieses Studiengangkonzept nimmt die Gründung von Unternehmen durch die Studierenden zum Ausgangspunkt, um den Kompetenzerwerb zu steuern und theoriegeleitete Reflexion anzustoßen. Ein gesamter wirtschaftswissenschaftlicher BA-Studiengang wird komplett neu gedacht - wenngleich nicht mit einem neu entwickeltem, sondern aus Finnland übertragenem Ansatz. Das Studium ist studierendenzentriert und praxisorientiert, enthält learning on demand als Lernstrategie, nimmt die Studierenden in die Verantwortung, ist stark teamorientiert und nutzt die Heterogenität der Mitglieder aktiv. Die Jury bewertet dieses ‚Leuchtturmprojekt‘ als hervorragendes Beispiel, Lehren und Lernen einmal grundsätzlich und curricular umfassend neu zu denken."

2. Preis:

Prof. Dr.-Ing. Jörg Müssig und sein Team von der Hochschule Bremen haben den didaktischen Ansatz des "forschenden Lernens" mit großem Erfolg auf ihr gesamtes Lehrangebot angewendet. Sie ermöglichen dadurch den Studierenden im Bachelor-Studiengang Bionik der Hochschule Bremen über den gesamten Studienverlauf eine sehr forschungsnahe Ausbildung.
Die Bewertung der Jury: "Es handelt sich um ein Musterbeispiel für forschendes Lernen. Es zeichnet sich insbesondere durch einen studienbegleitenden, ganzheitlichen Umgang mit allen Aspekten eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit aus. Die Studierenden werden schrittweise über die Semester mit zunehmendem Anspruch an Forschung herangeführt. Die Motivierung der Studierenden zu aktiver Mitwirkung im Lehr- und Lernprozess ist bemerkenswert. Dies ist ein herausragendes Konzept, weil es das forschende Lernen zum kontinuierlichen Bestandteil des Curriculums des Studiengangs macht. Lernziele, Lehre, Studienaktivitäten und Prüfungen sind gut aufeinander abgestimmt.“

Die Preisträger werden das Preisgeld für die Weiterentwicklung ihrer didaktischen Ansätze und die Verbesserung der Studienbedingungen in ihren Studiengängen einsetzen.