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Betrieb in der offenen Kategorie

Seit 31. Dezember 2020 gelten die neuen europäischen Betriebsvorschriften für unbemannte Luftfahrzeuge, umgangssprachlich Drohnen, europaweit. Die Vorgaben für den Betrieb von Drohnen in der offenen Kategorie finden Sie in der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947.

Die offene Kategorie unterteilt sich in drei Unterkategorien A1, A2 und A3. In allen dieser Kategorien kann der Betrieb ohne Erlaubnis stattfinden, wenn nicht innerhalb einer Geo-Zone des §21h der Luftverkehrs-Ordnung geflogen wird. Sollte ein Betrieb nicht kompatibel zu den Anforderungen der jeweiligen Unterkategorie sein, wird eine Betriebsgenehmigung nötig und der Betrieb findet in der speziellen Kategorie statt. Dies wäre z.B. der Fall, wenn das MTOM der Drohne zu groß ist oder der Betrieb außerhalb der Sichtweite (BVLOS) stattfindet.

Grundregeln der offenen Kategorie (A1-A3)

  • Beachtung der geografischen Gebiete (Luftverkehrs-Ordnung)
  • Luftfahrt-Haftpflichtversicherung (Ihre Drohne gilt in Deutschland als Luftfahrzeug)
  • Mindestalter 16 Jahre (oder mit Aufsichtsperson),
  • ggf. Registrierung als Betreiber:in (abhängig von der Drohne),
  • Ausreichende Flugvorbereitung,
  • Einhalten der Bedingungen der jeweiligen Betriebskategorie,
  • Erfüllen der Kompetenzanforderungen,
  • Einverständnis der Eigentümer:innen für den Startplatz,
  • Lufträume beachten (Kontrollzonen, Flugbeschränkungsgebiete etc.),
  • Fernhalten von bemanntem Luftverkehr,
  • Max. Höhe 120m (bei künstlichen Hindernissen, die höher als 105 m sind, kann der Betrieb mit Zustimmung der Eigentümer:innen in einer Höhe von maximal 15 m über dem Hindernis stattfinden),
  • Betrieb nur in Sichtweite (VLOS),
  • Kein Betrieb über Menschenansammlungen,
  • Maximal zulässige Startmasse (MTOM) beachten - in jedem Fall unter 25 kg,
  • Kein Abwurf von Gegenständen
  • Kein Transport von gefährlichen Stoffen.

Die genauen Bestimmungen zum Drohnen-Betrieb in der Kategorie "offen" und den dazugehörigen Unterkategorien A1, A2 und A3 finden sich in Teil A des Anhanges der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947.

Die technischen Anforderungen an die Drohne und die Zuordnung der verschiedenen C-Klassen (C0 bis C6) finden Sie in der Delegierten Verordnung (EU) 2019/945.

Video: Webinar der EASA zur Betriebskategorie Offen

Betrieb in den Unterkategorien A1, A2, A3 mit derzeit verfügbaren Drohnen

Jede Drohne, die Sie im Moment kaufen können, erfüllt nicht die Anforderungen der Verordnung (EU) 2019/945. Es muss explizit eine C-Klassenmarkierung (C0-C6) auf der Drohne sein. Verwechseln Sie bitte nicht die Drohnen C-Klassenmarkierung mit einer CE Kennzeichnung. Eine CE-Kennzeichnung sagt nur etwas über die Produktsicherheit eines Gegenstandes aus (z. B. maximale Spannung). Sie betreiben also eine Bestandsdrohne ("Altgerät").

Im Moment bedeutet das auch, dass für alle Flüge die Übergangsbestimmungen gemäß Artikel 22 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 gelten. Das ist insbesondere für den Betrieb von Drohnen von 500g bis 2kg wichtig, da Sie bei Flügen innerhalb von urbanen Gebieten 50m Abstand zu Einzelpersonen einhalten müssen ("Limited A2"). Die folgende Tabelle fasst die Anforderungen und Betriebsvorschriften für Bestandsdrohnen ("Altgeräte") kurz zusammen.
 

Tabelle: Anforderungen an Bestandscopter in der offenen Kategorie
Tabelle: Anforderungen an Bestandscopter in der offenen Kategorie

Generelle Beschreibung der Unterkategorien A1, A2 und A3

Bitte beachten Sie die zusätzlichen Einschränkungen und Bedingungen, die für Bestandsdrohnen ("Altgeräte") ohne C-Klassenmarkierung gelten! Informationen zu den Kompetenzanforderungen für Bestandsdrohnen und auch für zukünftige Drohnen mit C-Klassenmarkierung finden Sie weiter unten.
 

Mit unbemannten Luftfahrzeugen der Klasse C1 (MTOM kleiner 900g) soll in einem Gebiet geflogen werden, in dem davon ausgegangen werden kann, dass keine unbeteiligten Personen überflogen werden. Für Bestandsdrohnen ("Altgeräte" ohne C-Klassenmarkierung) gilt eine maximale Startmasse kleiner 500g.

Mit unbemannten Luftfahrzeugen der Klasse C0 (MTOM kleiner 250g) dürfen ausnahmsweise unbeteiligte Personen überflogen werden, aber niemals Menschenansammlungen.

Die genauen Bestimmungen entnehmen Sie Ziffer UAS.OPEN.020 und Artikel 22 (für die Übergangsbestimmungen von Bestandsdrohnen) der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947, insbesondere hinsichtlich der weiteren Vorgaben für Fernpilot:innen und bezüglich der Spezifikationen des unbemannten Luftfahrzeugs.

Für die technischen Anforderungen an das unbemannte Luftfahrzeug der Klasse C0 und C1 beachten Sie bitte Teil 1 und Teil 2 des Anhangs der Delegierten Verordnung (EU) 2019/945.

Das unbemannte Luftfahrzeug der Klasse C2 (MTOM kleiner 4kg) muss so betrieben werden, dass es keine unbeteiligten Personen überfliegt und ein horizontaler Sicherheitsabstand von mindestens 30 m von diesen Personen eingehalten wird. Dies gilt nicht für Bestandsdrohnen ("Altgeräte" ohne C-Klassenmarkierung). Bestandsdrohnen dürfen nur mit einem MTOM kleiner 2kg in der sogenannten "Limited A2z" betrieben werden und müssen einen seitlichen Sicherheitsabstand von mindestens 50 m zu unbeteiligten Personen einhalten.

Der horizontale Sicherheitsabstand kann auf ein Minimum von 5 m von einer unbeteiligten Person verkürzt werden, sofern der Langsamflugmodus des unbemannten Luftfahrzeugs eingeschaltet ist und die Situation im Hinblick auf Wetterbedingungen, Leistungsfähigkeit des unbemannten Luftfahrzeugs und Trennung des überflogenen Gebiets bewertet wurden. Für Bestandsdrohnen ("Altgeräte" ohne C-Klassenmarkierung) gilt diese Reduzierung des horizontalen Sicherheitsabstands ausdrücklich nicht! Sie müssen weiterhin den seitlichen Mindestabstand von 50 m einhalten und fliegen in der sog. "Limited A2".

Die genauen Bestimmungen entnehmen Sie Ziffer UAS.OPEN.030 und Artikel 22 (für die Übergangsbestimmungen von Bestandsdrohnen) der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947, insbesondere hinsichtlich der weiteren Vorgaben für Fernpilot:innen und bezüglich der Spezifikationen des unbemannten Luftfahrzeugs.

Für die technischen Anforderungen an das unbemannte Luftfahrzeug der Klasse C2 beachten Sie bitte Teil 3 des Anhangs der Verordnung (EU) 2019/945.
 

Drohnen der Klasse C2 (MTOM kleiner 4kg), C3 und C4 (MTOM kleiner 25kg) dürfen nur in einem Gebiet betrieben werden, in dem nach vernünftigem Ermessen davon ausgegangen werden kann, dass innerhalb des Bereichs, in dem das unbemannte Luftfahrzeug während des gesamten Drohnen-Betriebs geflogen wird, keine unbeteiligte Person gefährdet wird.

Dabei gilt folgendes:

  • generell mindestens 30m Abstand
  • Abstand in Form der Distanz, welche die Drohne innerhalb von 2 Sekunden bei maximaler Geschwindigkeit zurücklegen würde
  • Anwendung der 1:1-Regel

Es muss zudem ein horizontaler Sicherheitsabstand von mindestens 150 m zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten eingehalten werden.

Der Unterschied zur Unterkategorie A2 mit einem unbemannten Luftfahrzeug der Klasse C2 besteht darin, dass für den Betrieb in A2 eine höhere Anforderung an die Kenntnis und die Flugerfahrung des:der Fernpilot:in vorliegt und die Flugplanung tiefgründiger ist. Zudem soll es die geforderten praktischen Übungen mit einer C2 Drohne ermöglichen, bevor in der Unterkategorie A2 geflogen wird.

Die genauen Bestimmungen entnehmen Sie Ziffer UAS.OPEN.040 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947, insbesondere hinsichtlich der weiteren Vorgaben für Fernpilot:innen und bezüglich der Spezifikationen des unbemannten Luftfahrzeugs.

Für die technischen Anforderungen an das unbemannte Luftfahrzeug der Klasse C2, C3 und C4 beachten Sie bitte Teil 3, Teil 4 und Teil 5 des Anhangs der Verordnung (EU) 2019/945.
 

Grundregeln für einen sicheren Flug in der offenen Kategorie

Anforderungen

Abhängig von der Betriebsart in der offenen Kategorie (A1, A2 oder A3) werden zwei unterschiedliche Kompetenzen nachzuweisen sein. Nur für Drohnen unter 250g (Klasse C0) benötigen Sie keinen der "EU-Kompetenznachweise".

A1/A3

Für den Betrieb in der Betriebsart A1 und/oder A3 benötigen Sie einen Nachweis für Fernpiloten über den Abschluss einer Online-Prüfung ihrer Theoriekenntnisse (EU-KN A1/A3). Die Online-Prüfung wird vom Luftfahrt-Bundesamt abgenommen und umfasst folgende Sachgebiete:

  • Flugsicherheit,
  • Luftraumbeschränkungen,
  • Luftrecht,
  • menschliches Leistungsvermögen und dessen Grenzen,
  • Betriebsverfahren,
  • allgemeine Kenntnisse zu UAS,
  • Schutz der Privatsphäre und der Daten,
  • Versicherung,
  • Luftsicherheit.

A2

Für den Betrieb in der Betriebsart A2 benötigen Sie ein Zeugnis über die Kompetenz von Fernpiloten. Dieses Zeugnis erlangen Sie, nachdem folgende Bedingungen in der angegebenen Reihenfolge erfüllt sind:

  • Sie müssen über einen Nachweis für Fernpiloten über den Abschluss einer Online-Prüfung ihrer Theoriekenntnisse (sh. oben) verfügen,
  • Sie müssen praktische Trainingsflüge in der Betriebsumgebung nach A3 mit jeder Ihrer C2-Drohnen durchführen,
  • Sie müssen den Abschluss der praktischen Trainingsflüge schriftlich bestätigen und dann zusätzlich einen Theorietest bei einer (PStF) bestehen, der Fragen aus nachfolgenden Themengebieten aufweist:
    • Meteorologie,
    • UAS-Flugleistung,
    • technische und betriebliche Minderung von Risiken am Boden.

Zuständig für die Abnahme und Ausstellung der neuen Kompetenznachweise nach EU-Recht ist das Luftfahrt-Bundesamt, welches weiterhin Prüfstellen für Fernpilot:innen (PStF) für das Fernpilotenzeugnis A2 beauftragen wird. Um genauere Informationen zum Ablauf der Prüfung und den erforderlichen Kenntnissen und den Prüfstellen für Fernpilot:innen (PStF) zu erhalten, wenden Sie sich bitte an:

Luftfahrt-Bundesamt

Referat B5 - Unbemannte Luftfahrtsysteme

Luftfahrt-Bundesamt
Referat B5
38144 Braunschweig

Auf der Internetseite des Luftfahrt-Bundesamts finden Sie eine Liste der zugelassenen Prüfstellen für Fernpilot:innen (PStF).
 

Übergangsregelung für Bestandsdrohnen (nicht konforme Drohnen)
Übergangsregelung für Bestandsdrohnen (nicht konforme Drohnen)

Download der Infografik Übergangsbestimmungen zu Kompetenzen (pdf, 237.9 KB)

Mit Geltungsbeginn der EU-Durchführungsverordnung 2019/947 am 31.Dezember 2020 wird es für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit geben, den bisherigen nationalen Kenntnisnachweis gem. § 21a Absatz 4 Satz 3 Nr. 2 der Luftverkehrs-Ordnung weiter zu nutzen. Hierbei ist jedoch maßgeblich, welche Drohne sie einsetzen, denn diese bestimmt die erforderliche Kompetenz sowie die Betriebskategorie. Auch wird der Betrieb von Bestandsdrohen, sogenannten "Altgeräten", also für Drohnen ohne C-Klassenmarkierung (C0 - C4) in begrenztem Rahmen möglich sein.

Beachten Sie bitte, dass ausschließlich nur der Kenntnisnachweis nach § 21a Absatz 4 Satz 3 Nr.2 Luftverkehrs-Ordnung zulässig für die Nutzung im Übergangszeitraum ist. Eine gültige Erlaubnis als Luftfahrzeugführer:in (§ 21a Absatz 4 Satz 3 Nr. 1) oder eine Bescheinigung über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein für den Betrieb eines Flugmodells (§ 21a Absatz 4 Satz 3 Nr. 3) gelten ausdrücklich nicht!

Für die geforderte Selbsterklärung, die für Drohnen mit einer Startmasse von 500g bis 2kg gefordert ist, können Sie diese Selbsterklärung über praktische Kenntnisse (pdf, 411 KB) nutzen.

Die nachfolgende Tabelle gilt nur für Bestandsdrohnen, die nicht konform zur Verordnung (EU) 2019/945 sind, vor dem 1. Januar 2023 in Verkehr gebracht und nicht privat hergestellt wurden:






Übergangsbestimmungen Altgeräte
StartmasseBetriebsbedingungenKenntnisse
bis 250g
A1
nicht erforderlich

ab 250g bis 500g

A1

nicht erforderlich

(nur bis zum 31.12.2022, danach nur noch Betrieb in A3 möglich)

ab 500g bis 2kg

50m Abstand zu Menschen

nationaler Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO und
EU-Kompetenznachweis A1/A3 und
Selbsterklärung praktische Kenntnisse (pdf, 411 KB)

Alternativ: EU-Fernpilotenzeugnis A2

(nur bis zum 31.12.2022 danach nur noch Betrieb in A3 möglich)

ab 250g bis 25kg

A3

nationaler Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO

(nur bis zum 01.01.2022 danach EU-Kompetenznachweis A1/A3)

Alternativ: EU-Kompetenznachweis A1/A3


Nach dem 01.01.2023 dürfen Drohnen ohne C-Klassenmarkierung also ausschließlich unter Einhaltung aller Bestimmungen der jeweiligen Unterkategorien der Open-Kategorie nach folgender Maßgabe betrieben werden:
  • In A1, wenn die höchstzulässige Startmasse der Drohne unter 250g ist oder
  • in A3, wenn die höchstzulässige Startmasse der Drohne unter 25kg ist.
Übergangsregelung für Kompetenzen für konforme Drohnen
Übergangsregelung für Kompetenzen für konforme Drohnen

Download der Infografik Übergangsbestimmungen zu Kompetenzen (pdf, 237.9 KB)

Mit Geltungsbeginn der EU-Verordnung am 31.12.2020 wird es für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit geben, den bisherigen nationalen Kenntnisnachweis gem. § 21a Absatz 4 Satz 3 Nr. 2 Luftverkehrs-Ordnung für bestimmte Betriebe, abhängig von der eingesetzten Drohne, zu nutzen.

Beachten Sie bitte, dass ausschließlich nur der Kenntnisnachweis nach § 21a Absatz 4 Satz 3 Nr.2 Luftverkehrs-Ordnung zulässig für die Nutzung im Übergangszeitraum ist. Eine gültige Erlaubnis als Luftfahrzeugführer:in (§ 21a Absatz 4 Satz 3 Nr. 1) und eine Bescheinigung über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein für den Betrieb eines Flugmodells (§ 21a Absatz 4 Satz 3 Nr. 3) gelten ausdrücklich nicht!

Die nachfolgende Tabelle gilt nur für Drohnen, die konform zur Verordnung (EU) 2019/945 sind oder privat hergestellt wurden:










Übergangsbestimmungen Neugeräte
C-Klasse der DrohneBetriebsbedingungenKenntnisse
C0

oder privat hergestellt unter 250g,
max. Geschwindigkeit unter 19 m/s

A1

nicht erforderlich

C1

A1

nationaler Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO

(nur bis zum 01.01.2022 danach EU-Kompetenznachweis A1/A3)

Alternativ: EU-Kompetenznachweis A1/A3

C2

A2

nationaler Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO

(nur bis zum 01.01.2022 danach EU-Fernpilotenzeugnis A2)

Alternativ: EU-Fernpilotenzeugnis A2

C2,C3,C4

oder privat hergestellt
unter 25kg

A3

nationaler Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO

nur bis zum 01.01.2022 danach EU-Kompetenznachweis A1/A3)

Alternativ: EU-Kompetenznachweis A1/A3


 

Es besteht die Pflicht, sich als Betreiber:in von Drohnen digital zu registrieren. Sie müssen sich in dem Land registrieren, wo Sie als natürliche Person Ihren Wohnsitz haben oder als juristische Person Ihren Hauptgeschäftssitz. Man kann sich nur einmal registrieren. Diese Registrierungspflicht gilt, wenn

  • die Startmasse der Drohne 250g oder mehr ist oder
  • die Drohne (unabhängig vom Startgewicht) mit einem Sensor ausgerüstet ist, der personenbezogene Daten erfassen kann und es kein Spielzeug gemäß der europäischen Richtlinie 2009/48/EG ist.

Immer wenn Sie Betreiber:in und Fernpilot:in zugleich sind, müssen Sie Ihre eigene eID sichtbar an der Drohne anbringen und in das Fernidentifizierungssystem (sofern vorhanden) hochladen. Es muss nicht die Drohne selbst registriert werden (außer in der Zulassungspflichtigen Kategorie), sondern Sie als Betreiber:in unabhängig von der Anzahl der Drohnen. Als Betreiber:in gilt die/der Besitzer:in der Drohne. Wenn Sie beispielsweise eine Drohne für Ihre Firma fliegen (z. B. Inspektionsflüge, Vermessungsflüge usw.), dann sind Sie die/der Fernpilot:in und die Firma die Betreiberin. Wenn Sie für sich eine Drohne kaufen zum privaten Gebrauch, sind Sie gleichzeitig Betreiber:in und Fernpilot:in.

Wenn sie als Fernpilot:in im Rahmen eines Unternehmens (juristische Person) fliegen, dann nutzen Sie, ggf. zusammen mit anderen Fernpilot:innen des Unternehmens, die eID des Unternehmens.

Sollten Sie sich eine Drohne ausleihen oder mieten, müssen Sie Ihre eigene eID nutzen!

Die Registrierungsnummer (eID) muss lesbar an der Drohne aufgebracht werden (bspw. mittels Aufkleber). Sollte die Drohne zu klein sein um die eID lesbar anzubringen, kann ausnahmsweise das Batteriefach hierfür genutzt werden.

Achtung: Auf der Drohne selbst ist nur die um die letzten 3 Zeichen verkürzte eID anzubringen. Das Gleiche gilt für die Verwendung in Dokumenten. Die vollständige eID ist ausschließlich für das Fernidentifizierungssystem der Drohne gedacht. Die letzten 3 Stellen sind ein Sicherheitsmerkmal, das nicht jedermann zugänglich sein darf. Diese eID gilt in allen EASA-Mitgliedsstaaten

Gemietete oder ausgeliehene Drohnen

Sollten Sie sich von einer Firma oder bspw. Bekannten eine Drohne ausleihen oder mieten, dann müssen Sie vor dem Betrieb Ihre eigene Betreiber-eID anbringen und ggf. in das Fernidentifikationssystem hochladen.

Die Registrierung für Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland oder Firmen mit Hauptgeschäftssitz in Deutschland wird online beim Luftfahrt-Bundesamt durchgeführt. Bei Fragen zur Registrierung von Drohnen wenden Sie sich bitte an:

Luftfahrt-Bundesamt

Referat B5 - Unbemannte Luftfahrtsysteme

Luftfahrt-Bundesamt
Referat B5
38144 Braunschweig

Genauere Vorgaben für die Registrierung von Drohnen finden Sie außerdem in Artikel 14 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947.
 

Hinweise

Generelle Begriffsdefinitionen und oft gestellte Fragen zum Betrieb in der offenen Kategorie finden Sie in den FAQs.

Informationen über Geo-Zonen (LuftVO-Verbote) und die entsprechenden Antragsverfahren, um dort fliegen zu können finden Sie auf unserer Seite Geo-Zonen (LuftVO).

Ansprechpersonen, zu beteiligende Stellen und Hinweise zum Betrieb in Bremen und Bremerhaven finden Sie auf unserer Seite Flugplanung.